Carola-Stern-Stiftung
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Carola Stern
– zu Leben und Werk

Agentin in der DDR

In Westberlin, so hat sie es in ihrer Autobiographie „Doppelleben“ beschrieben, wurde sie 1947 von einem „gewissen Mr. Becker“ aufgesucht, der an Informationen über das Institut Rabe interessiert war und ihr anbot, Medikamente für ihre krebskranke Mutter zu beschaffen, wenn sie dafür im Gegenzug in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) eintreten und für den amerikanischen Geheimdienst CIC (Counter Intelligence Corps) arbeiten würde.

Stern stimmte zu, wurde SED-Mitglied und kam 1950 als hoffnungsvoller Nachwuchs auf die Parteihochschule in Kleinmachnow bei Berlin. Als „Musterschülerin“ wurde sie bald zur Lehrerin befördert und lebte mit „Fritz“, einem Kommilitonen, zusammen, bis ihr „Doppelleben“ in Gefahr war aufzufliegen und sie einem Verhör durch die Parteikontrollkommission unterzogen wurde. Am 25. Juni 1951 flüchtete sie nach Westberlin.

An der Freien Universität studierte sie Politikwissenschaft und erwarb sich mit ihren journalistischen Arbeiten und Buchveröffentlichungen über die SED und ihren Machtapparat, die Standardwerke wurden, den Ruf einer DDR-Expertin; sie wurde Assistentin am Institut für Politische Wissenschaft.

Anfänglich unterzeichnete sie ihre journalistischen Artikel – aus Angst vor der Staatssicherheit der DDR – mit drei Sternen, daraus entstand ihr Pseudonym Carola Stern. In dieser Zeit entging sie nur knapp zwei Entführungsversuchen der DDR-Staatssicherheit, einer davon wurde über „Fritz“, ihren zeitweiligen Lebensgefährten, lanciert. Das entnahm Carola Stern später ihrer umfangreichen Stasi-Akte in der Gauck-Behörde.

 
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